Sonntag, 4. Dezember 2011

Loenies Rundbrief Nr. 2











Hallo ihr alle

Soooo nun schaffe ich es endlich meinen zweiten Rundbrief zu schreiben. Sorry dass der erst so spät kommt, aber hier ist einfach sooo viel los. Es ist echt unglaublich wie die Zeit rennt- da hat der 10 wöchige Kurs erst angefangen und jetzt ist er schon bald wieder rum…tjaja und andererseits erleb ich so viel in einer Woche, dass ich nicht glauben kann, wenn ich merke, dass ein besonderes Ereignis erst eine Woche her ist…“it feels like it`s ages ago“ würden die Kiwis da sagen…

Also dann fang ich mal an zu erzählen, was sich so alles hier ereignet hat….es ist einfach sooo viel…

Nach dem der letzte Rundbrief abgeschickt war, bin ich eben erst mal mit ein paar Leuten up north getravelt J das war richtig cool- wir hatten eigentlich nicht so wirklich nen genauen Plan, wo wir hin wollen und haben uns so einfach „treiben lassen“ und sind so an die genialsten Orte gekommen: die ersten zwei Nächte waren wir auf nem perfekten Campingplatz mit den „Haruru-Falls“ direkt vor der Nase. Dann sind wir einfach mal rumgefahren –hatten zwar auch ein paar Ziele, aber auf dem Weg sind wir an so wunderschöne Orte gekommen, das war echt hamma. Ein Highlight war ein Viewpoint irgendwo im Nirgendwo- wir standen einfach auf na riesen Fels-/Berglandschaft, wurden vom Wind zwar fast weggeweht und es hat uns nicht nur deshalb den Atem verschlagen…als wir auf der Karte gesehen haben, dass es einen Ort namens „Hihi“ gibt, war unser nächster Zwischenstop klar. Wir hatten schon befürchtet, dass es am Ende ein Dorf mit 3 Häusern ist, aber nein: am Hihi-Beach konnten wir Gottes geniale Schöpfung einfach nur bewundern…und ich hab grad noch die Gelegenheit genutzt in Hihi auf ToiToi Pipi zu machen :D….damit wir auch noch ein wirkliches Abenteuer nach dem „Luxuscampingplatz“ hatten, haben wir –nachdem wir uns ein bisschen verfahren hatten^^- einfach bei nem Bauernhof gefragt, ob wir auf der Kuhweide unsre Zelte aufstellen können. Die Leute waren einfach unglaublich nett- wir durften sogar ihr halbes Haus mitbenutzen und hatten viel Spaß mit den leicht durchgeknallten Hunden :D und leider haben wir mit dem Campingkocher ein kleines Stück ihrer Weide abgefackelt *oups*- aber das war nur so wenig, dass sie es wohl nicht gemerkt haben J

Tjaja zurück auf der Ranch gingen dann die Camps los- auch das war so ne coole Erfahrung: in der ersten Woche, als ich als Cabinleader mitgearbeitet hab, bin ich zwar auch manchmal an meine Grenzen gekommen, aber ich habe alle „challenges“ gemeistert. Nach einem Hamma-Input, in dem es darum ging, dass Gott alle Stürme in unserem Leben mit einem Wort beruhigen kann, hab ich sogar vor den rund 70 Leuten davon erzählt, wie ich in den letzten Monaten glaubensmäßig durch ne Krisenzeit gegangen bin und wie Gott an dem Abend meinen persönlichen Sturm beruhigt hat. Ich habe es auch total genossen in der zweiten Woche in der Küche mitzuhelfen, viel zu lernen und mich mit einer echte Kiwi-Mum über dies und das zu unterhalten….

Und sonst waren im letzten Monat immer wieder Schulklassen und andere Gruppen da, die hier alle möglichen Aktivitäten machen können. Inzwischen werden wir immer mehr eingespannt; sodass ich inzwischen auch schon die „Instructions“ geben durfte, was besonders dann zur riesen Herausforderung wurde, als eine Gruppe von (Seh-)behinderten Teens hier war- aber auch das hat mich innerlich wachsen lassen und ich bin oft im Nachhinein von mir selbst überrascht, was ich hier „einfach“ mal so eben mache. Zum Beispiel hab ich letzte Woche bei der Taufe ein „Play“ gemacht: ein paar von euch kennen denke ich „Radieschenfieber“ vom Pfingstjugendtreffen Aidlingen. Das ist nen Puppenspieler, der Alltagsgegenstände wie zum Beispiel Putzlappen und Pudding nimmt, um ne Geschichte mit christlichem Hintergrund zu erzählen- und genau das habe ich dann auch gemacht- auch mal so eben…am Donnerstag die Idee gehabt, am Freitag in die Tat umgesetzt- und danach wieder erleichtert und ein bisschen größer gefühlt ;-)

Über so Dinge wie „Wachstum im Glauben“ und viiieeeeles andere unterhalten wir uns jeden Tag im Rahmen von dem COLT- Kurs, was auch richtig gut tut. Ich glaub echt, dass wir auch vor allem durch das tägliche Zusammenleben und Arbeiten richtig viel lernen. Arbeiten ist hier natürlich auch ein grooooßer Teil: falls keine Gruppen hier sind, geht’s an alle möglichen und unmöglichen Tätigkeiten: streichen, schleifen, Horse-pooh aufsammeln, Äste von gefällten Bäumen wegtragen, putzen, lackieren, kochen, Nüsse knacken, Disteln killen, Youth-Group vorbereiten…und und und…. Und zwischendrin oder auch gleichzeitig seeeehr verrückte Aktionen starten .Ich hab zum Beispiel von einen kleinen durchgeknallten Mädl gehört, dass sich Tannenzweige in den Schutzhelm gesteckt hat, um sich so als tanzender Baum auszugeben…?!hmmmm wer war das nochmal? :-D jaja, aber man kann auch richtig gute Gespräche während den blödsten Arbeiten haben, was einfach genial ist- dann macht auch Disteln killen wieder Spaß ;-)

Jep…und nach so „harten“ Abreitswochen durften wir in letzter Zeit noch richtig richig tolle Wochenenden genießen: Erst waren wir auf einem 3 tägigem Kanutrip auf dem Wanganui-River. Das hieß: paddeln, paddeln, paddeln, insgesamt unglaubliche 90!!!!! KILOMETER!!!! ohne ein gekentertes Kanu- ausgenommen das Kanu der 2 Leiter, das auf mysteriöse Weise plötzlich gekippt ist…einige coole Stromschnellen, leider auch viel Regen, der eingefrorene Zehen verursacht hat, aber danach wieder die wunderbar-wärmende Sonne, einige coole Chillersessions mit dem „Stimmungs-Partyboot“ :D jajaja ihr müsst nicht alles verstehen, ihr sollt nur neidisch werden :-P all in all- es war eine sehr geniale Zeit- besonders auch als Gruppe ein tolles Erlebnis, das uns nochmal neu verbunden hat!

Und dann gings am nächsten Wochenende direkt zum „hot-water-beach“- das hieß wach bleiben bis nachts um zwei; dann an der richtigen Stelle ein Loch buddeln, dass alle 12 Leute reinpassen um, im „Hot-Pool“ zu chillen- ich fand es in der Nacht zwar eher kalt und wenn nicht kalt, dann war es zu heiß…aber dafür haben wir es am nächsten Tag nochmal versucht und hatten den wirklich PERFEKTEN hot water pool- und haben damit all die Leute um uns herum neidisch gemacht, die ihre Löcher dummerweise nicht an der richtigen Stelle gebuddelt haben und so nur kaltes Wasser im aufwendig gebuddelten Pool hatten... aber wir hatten so viel Mitleid, dass wir selbst das Fotoshooting der Japaner mit UNSEREN Schaufeln in UNSEREM Pool zugelassen haben…achja das war schon echt lustig…

Jaaaa….und sonst: was das Reiten angeht ist auch alles richtig gut- inzwischen bin ich schon einige verschiedene Pferde geritten und meanwhile wieder auf meinem Liebling Diamont gelandet- wir machen zusammen Fortschritte; das sagt auf jeden Fall die Liv`- unsere Reitlehrerin... mein Pferdli hat nämlich dummerweise Angst vor Stangen und manchmal galoppieren wir dann doch mal auf so nen „Jump“ zu und 10 cm vor dem Hindernis fällt ihm dann wieder ein, dass er ja eigentlich Angst hat und macht einfach ne Vollbremsung…tja dann saß die Alena mal eben auf Diamonts Hals :D aber ich lieb ihn so sehr und bin ganz stolz, wenn er sich dann muuuutig über den nächsten Jump wagt- so wie er es inzwischen bei fast jedem macht J gestern saß ich dann auch mal „on purpose“ also absichtlich auf seinem Hals, weil ich nämlich voltigiert bin…sooo cool. Mal bin ich auf den Füßen gestanden und das sogar im Trab und später bin ich auch aufm Kopf gestanden- aber da ist Diamont auch „nur“ gestanden…aber trotzdem muss ich sagen, dass ich ein kleines bisschen stolz bin ;-)

Am Montag gibt’s dann das mega Pferde-/Reit-Highlight weil wir nämlich zum Meer fahren um dann am Beach entlang zu cantern (englisch für Galopp ;-) da „muss“ ich dann aber sehr wahrscheinlich nen anderes Pferd reiten, weil wir versuchen nur so wenig Pferde wir möglich mitzunehmen und die uns dann „teilen“ und ich hab auch schon gehört, dass Diamont auch manchmal Angst vor Wellen hat, also ist das vielleicht auch besser so ;-)

Tjaja…ich glaube das war`s dann von mir…nach diesem „kurzen“ Bericht^^ kommen wahrscheinlich noch gefühlte 300 Fotos; aber ich muss euch einfach nen guten Einblick in das geben, was hier so los ist J

Also denn

Passt alle gut auf euch auf und vergesst mich ja nicht- „…ich komm wieder keine Frage..“ und danke an alle, die mir zwischendrin mal Mails oder was auf meinen Blog schreiben- ich freu mich wirklich sehr auch was von euch zu hören J

Viele viele liebe Grüße


Eure Alena


Samstag, 26. November 2011

Operation Klaus


Rückblick, Freitag, 19.11.2011: Aufi geht’s! 

Der Trip nach Österreich kann beginnen. Und das ziemlich früh am Freitag morgen, dafür, dass es ja eigentlich „Urlaub“ ist. Dafür gab’s frische Brötchen vom Bäcker zum Frühstück :-)
So gestärkt geht es dann fast pünktlich wie geplant um viertel nach Acht los. Erst mal durch die Schweiz durch und schon bald über die Landesgrenze nach Österreich. Durch wunderschöne Landschaften, vorbei an majestätischen Bergen oder mitten durch viele Tunnel. Immer im Hintergrund: jede Menge gute Musik und Tante Trude, unser ausgeliehenes treues Navi, wenn sie auch ab und an komisches von sich gibt.

Die erste lange Pause machen wir an einem prunkvollen Rasthof kurz nach dem Albergtunnel, wo wir schließlich froh sind, dass wir überhaupt die Toiletten finden. Danach geht es munter weiter, im Wechsel zwischen Nebelfeldern und strahlendem Sonnenschein. Zwischendurch sind wir wieder in Deutschland, stehen wegen einem Unfall eine halbe Stunde im Stauch und passieren wieder die Landesgrenze.

Und dann, irgendwann, so grobe acht Stunden nachdem unsere Fahrt begonnen hat, die lang ersehnte Ausfahrt „Klaus an der Phyrnbahn“. Eine kleine Planänderung gibt’s noch, weil Steffi noch arbeitet, also schlagen wir uns nach Kirchdorf zu ihrer Arbeitsstelle und ihrem 2. Wohnsitz durch (später mehr dazu).

Die Wiedersehensfreude ist groß und es gibt so viel zu erzählen, vor allem von ihrer Seite. Es ist schön zu hören, wie viel sich bei ihr bisher getan hat und weiterhin tut. Wir stärken uns mit sehr experimentell zubereiteten Spaghetti und brechen wenig später – finally- zum Schloss Klaus auf, genauer gesagt zur „Maut“ (eine Art Wohnheim am Fuß des Schlosses), Steffis 1. Wahlheimat, wie sie selber sagt.

Nachdem wir die Maut begutachtet haben, verteilen wir noch die 2 Tickets fürs KEY2LIFE Festival an Steffis Freundin Sarah und Isi, von dem wir noch ein paar Wien Insider-Tipps bekommen. Denn wenn wir schon mal dort sein werden, können wir ja auch mal gleich noch die Stadt begutachten.

Wir machen noch einen Nachtspaziergang zur Staumauer und dem Kalkadler (oder auch Engle, wie mans nimmt…) unterm wunderbar klaren Sternenhimmel. Durchgefroren kommen wir wieder in der gut beheizten Maut an und lassen den Abend bei noch mehr Gesprächen und einer Tasse Tee gemütlich ausklingen, bevor wir dann völlig müde – aber glücklich – in die Federn fallen.

 
Rückblick Samstag, 20.11.11: Welcome to Vienna!

Die Nacht in der Maut war nicht sonderlich lang, aber doch erholsam. Das Frühstück wird leicht improvisiert (Müsli essen aus Tassen ist eh viel cooler!), schmeckt aber umso besser.

Nach fast drei Stunden auf der Autobahn sind wir dann endlich in Wien angekommen und haben sogar ohne größere Schwierigkeiten das Gasometer gefunden, den späteren Veranstaltungsort vom Festival und uns dort gleich mal einen Parkplatz gesichert.


In der Metropole Wien darf natürlich die U-Bahn nicht fehlen, mit der wir dann schnell und bequem in der Innenstadt angelangt sind, am Stephansdom.


Vorbei an Nobelboutiquen ging es weiter zur Spanischen Hofreitschule und anderen bestimmt bekannten Plätzen und so J Mit Hilfe der Tourist-Info begann dann unsere Suche nach dem stadtbekannten Schnitzelwirt, zu Fuß, versteht nicht, damit man noch was von der sieht, z. B.  die Hofburg, den Opernring, noch mehr Geschäfte, noch mehr Menschen und der Mann, der verwöhnt :-) Wer hätte es gewusst? Dahinter verbirgt sich der Name einer Bäckerei, ist doch ganz klar…


So wurde unser Marathon-Marsch durch Wien wenigstens nicht langweilig und schließlich sind wir doch noch in der Neubaugasse 52 angekommen, beim Schnitzelwirt, kurz vorm Verhungern… Trotz massig viel Betrieb bekamen wir realtiv flott einen Tisch und fast genauso flott unser Schnitzel. Als die übervollen Teller dann vor uns standen, war uns auch klar, warum dazu standardmäßig keine Beilage serviert wird. Die riesigen Wiener Schnitzel, zwei pro Teller, haben nämlich den kompletten Teller und noch mehr ausgefüllt. Auch wenn unsere Mägen leicht ausgeleiert waren, haben Steffi und ich „nur“ eins gepackt, Sarah eineinhalb und Steffis Freundin Sarah (die 2.) hat ihre zwei tatsächlich komplett verputzt und wurde somit von uns zur Schnitzelkönigin gekürt :-)

                    
 
Damit die Schweindrl nicht so einsam sind, haben wir auf dem Rückweg zur U-Bahn noch bei Starbucks Halt gemacht, wir Kultur-Banausen! Denn eigentlich wäre es Pflicht gewesen, eine Wiener Mélange in einem gediegenen Kaffeehaus zu trinken, anstatt die neuesten Weihnachtskreationen der Kaffee-Kette zu probieren *hust* (schon ein Grund mehr, die Stadt noch mal zu besuchen).

Aus Rücksicht auf die nun noch volleren Bäuche sind wir dann per U-Bahn zum Gasometer zurück gefahren, wo das Festival schon im Gange war. Wir hätte sogar noch extra Tickets für die übrig gebliebenen Schnitzel kaufen können :-) Nach einer chill-out-Pause haben wir uns dann mal in die Haupthalle begeben um Superstyler Soundsystem zu lauschen. Na ja, Geschmäcker sind verschieden, aber wer auf deutschsprachiges Hip Hop- Elektro-Mischmasch steht, war da bestimmt richtig aufgehoben. Einsames Highlight (meiner bescheidenen Meinung nach) „Stefanie“, das beste Lied, das nie geschrieben wurde, mit improvisiertem Text

Stefanie


Auszug aus einer Unterhaltung:

Jasmin: „Hätte ich das gewusst, hätte ich meine Hip-Hopper Klamotten angezogen!
Sarah (die Schnitzelkönigin): „Du musst einfach deine Hose ein bisschen weiter runter ziehen.“
Jasmin: „Geht nicht, die hängt am Schwein (Schnitzel) fest!“

Dann durfte die Festival Songwriter Gewinnerin Kathleen Claire ihren Gewinner Song zum besten geben, gar nicht mal so übel

Magdalene


Bevor dann Good Weather Forecast die Bühne gerockt haben. Die Jungs haben dann sogar das bisher eher zurückhaltende Publikum zum Springen, Klatschen und Tanzen gebracht. So wurde es uns dann gut warm aber durch die neu erworbenen T-Shirts konnte auch das Problemchen behoben werden :-)

Außerdem gabs dann noch eine längere Pause zum ausrasten (österr. für ausruhen) inklusive einer Runde Frischluft und Abendspaziergang. Auf dem Plan stand dann Cardiac Move, wie die Superstyler eine österreichische Band, die haben sehr chillige Musik gemacht, zum Mitwippen und Mitsingen.


Alles gute Vorbereitungen auf DAS Highlight des Abends: Switchfoot! Sehr cool, gut abgemischter Sound, prima Mischung aus alten und aktuellen Songs von der neuen CD. Da war das Publikum, wir selbstverständlich mit eingeschlossen, natürlich hin und weg, voll dabei, Stagediving inbegriffen (also der Sänger durfte J) Nach einer Stunde durften die Jungs noch nicht gehen und haben dann auch noch brav, wie vom Publikum gefordert, ganze drei Zugaben gespielt. Mein persönlicher Höhepunkt dabei „Only Hope“ *schmacht* 


So konnten wir dann glücklich und zufrieden die Heimfahrt nach Klaus antreten, die auch fast ohne Zwischenfälle verlief, weil Tante Trude mal wieder komische Ideen hatte. Aber zum Glück hatten wir da ja noch Isi als Co-Pilot an Bord. Und mit prima Powersound zum Wachhalten vom John Butler Trio, den Sportfreunden und den Wise Guys haben wir auch diese Autofahrt ohne größere Schäden überstanden.

Rückblick Sonntag, 20.11.11: Heute chü’n (chillen) ma bloß!

Ausschlafen! Welch Luxus :-) Irgendwann sind wir dann doch aus den Federn gekrochen um erst mal zu duschen und dann ganz entspannt zu spätstücken. Da der Sonntag ja bekanntermaßen der prädestinierte Tag zum Spazieren gehen ist, haben wir später einen Ausflug zum Schiederweiher gemacht, der zu Steffis großer Verwunderung schon zugefroren war, anders als noch vor einer Woche. Da gab’s natürlich viel zu fotografieren, inklusive Selbstauslöser-Fotos unter dem Motto: Drei Halbgefrorene mit einem Wald-Accessoire nach Wahl :-) (Fast wäre das noch schief gegangen, weil ein Hund eins der Accessoires fressen wollte).












 
Bevor wir dann zu Eisskulpturen mutiert sind, ging’s dann doch wieder zurück in die Maut, um kurz wieder aufzutauen.

Ein Besuch in Klaus ohne Schlossbesichtigung? Geht nicht! So stand der nächste Programmpunkt auch schon fest. Zum Glück hat Steffi uns geführt, sonst hätten wir uns bestimmt verlaufen. Alles sehr beeindruckend, gemütlich und urig dort.





Zurück am Fuß des Schlosses galt es noch die Schnitzelreste vom Vortag zu vernichten. Dabei durfte natürlich die Schnitzelkönigin nicht fehlen und ihre WG-Mitbewohnerin hat auch noch mitgeholfen. Dazu gab’s mehr oder weniger philosophischen Gedankenaustausch zu den Unterschieden zwischen Österreichern und Deutschen, warum die Deutschen nicht so patriotisch sind wie andere Völker, die Aldi / Hofer Geschichte, Urlaubserlebnisse und Zollkontrollen.

So gemütlich das auch war, sind wir doch wieder von dannen gezogen, diesmal nach Kirchdorf, weil Steffi uns ja noch ihren aktuellen Einsatzbereich in der DIG (= Diakonie in der Gemeinde) zeigen wollte, die Kreativwerkstatt. Dort arbeiten Menschen mit Behinderung in verschiedenen Bereichen wie einer Flechterei, Weberei, Holzwerkstatt und Töpferei, wo Steffi gerade mithilft. Die hergestellten Sachen werden dann zum Verkauf angeboten. Das war alles ziemlich beeindruckend und wir mussten schon überlegen, wie viel Geld wir wohl noch ausgeben könnten :-) Das konnten wir uns zurück in der Maut dann noch mal durch den Kopf gehen lassen und eine Nacht drüber schlafen…

Rückblick Montag, 21.11.11: „Pfuer-di, Österreich!“

Irgendwie haben wir es heute morgen einigermaßen pünktlich aus’m Bett geschafft, unser Zeug zusammen gepackt, um dann erst mal bei Hofer einzukaufen, zum Beispiel unser Frühstück, das wir dann in Steffis WG-Küche genossen haben: Laugenstangerl und Sesam-Fesserln (whatever…). Danach haben wir dann einige Mitarbeiter der DIG und auch ein paar der so genannten „Klienten“ kennengelernt, also die behinderten Leute, die dort arbeiten. Alles sehr liebe und tolle Menschen! Lässt sich gut nachvollziehen, dass Steffi sie schon in kurzer Zeit so ans Herz gewachsen sind. Unsere Einkäufe haben sich dort dann doch nur auf ein Schaf aus Ton mit gebrochenem Fuß und ohne Schwanz (wurde später im Auto auf „Chüni-Klaus“, also das Chiller Schaf Klaus getauft), sowie ein paar Filzschlappen für Sarah beschränkt.


 
Tja, und dann hieß es auch schon Abschied nehmen von unserer Lieblings-Steffi *schnüff*. Um den Abschiedsschmerz etwas zu lindern, mussten wir gleich noch mal einkaufen gehen :-) Diesmal bei „Merkur“, eigentlich mehr aus Neugier, weil’s da drin noch die Modestrasse „Fussl“ gab. Wer nennt auch so ein Klamotten-Geschäft? Gepasst hat jedenfalls nix, bestimmt auch besser für unsere Geldbeutel. Im eigentlichen Merkur haben wir uns dann noch mit einigen österreichischen Spezialitäten eingedeckt wie Manner Waffeln (wieder was gelernt: die Neapolitaner Waffeln kommen aus Wien), „Almdudler“ (Kräuterlimonade), „Keksi“ (Keksstücke mit Schokoladenüberzug) und einer Doser „Ottakinger“ Bier, hoffentlich schmeckt’s :-) (die aufgeführten Firmen haben uns übrigens NICHT gesponsert).

Wie geplant sind wir um 11 losgefahren, diesmal Streckenvariante 2 über München, haben noch ein paar von den ollen Tankstellen-Toiletten-Coupons in überteuerte Marken-Chips eingetauscht, sind mit singalleuchtender Tankanzeigen an die erstbeste Tankstelle an der Grenze Österreich/Schweiz gerollt und anschließend in den Feierabendverkehr. Somit war die eingesparte Zeit durch die München Route auch wieder dahin. Aber dafür konnte ja niemand nix – wenn wir auch nicht auf Tante Trude hören wollen, die uns brav vorwarnt und höflich fragt: „Umfahren oder ignorieren?“ :-)

Auszug aus einer Unterhaltung:

Jasmin: "Schreibt man Schiederweiher eigentlich mit A oder mit ER?"
Sarah: "Mit IE."

Nichtsdestotrotz sind wir wieder heile und in ganzen Stücken, voll bepackt mit tollen Sachen und tollen Erlebnissen wieder in der Heimat angekommen!

Kilometerzähler:
FR: Haltingen, Innsbruck, Kirchdorf, Klaus an der Pyhrnbahn – 682 km
SA: Klaus, Wien – 260 km / Wien – Gasometer – Stephansdom - Neubaugasse-Gasometer – 21 km, Klaus – 260 km
SO: Klaus, Schiederweiher (Hinterstoder), Klaus, Kirchdorf, Klaus – 61 km
MO: Klaus, Kirchdorf, München, Haltingen – 664 km

INSGESAMT: ca. 1.948 Kilometer :-)










Montag, 31. Oktober 2011

Lass die Socken rocken


Nachdem uns die Tante Trude (Navi) gut nach Balingen gebracht hat und wir trotz anfänglicher Fehlleitung bei der Richtigen Halle angekommen sind (gar nicht so einfach zu finden) konnte es losgehen. Kurzer Rundgang übers Gelände und erste Bands abchecken, klarer Fall: noch nichts für uns dabei. Also nutzen wir die Zeit um uns noch ein Fussballspiel von irgendeiner Jungsmannschaft anzuschauen, uns die Nägel zu lackieren und uns mit Junk-Food vollzustopfen. Die Qualitätder Bandfotos lässt sehr zu wünschen übrig, deswegen hier keine Fotos. Erst was Hip-Hop -mäßiges mit John Reuben, kurz bissle Johannes Falk, dann Subway-Pause (die armen Leute dort, wir haben uns schon gefragt, ob das Sub des Tages den ganzen Tag überhaupt durchhält oder vorher ausverkauft ist) Dann kam unsere FavoritenBand :Everyday Sunday, Jessa Anderson war auch sehr gut, Me in Motion hat auch gerockt und zum Schluss noch Thousand Foot Krutch, das war ja Lisels Lockmittel, ich persönlich fand nur die Dreadlocks von dem Gitarristen cool, sonst nicht so überzeugend. Trotzdem haben wir es lustig und gut gehabt, haben "voll abgetanzt" :-)
Der Spruch des Abends: check, check one, check, check, heja, heja, check one, check, two. man muss es live hören. Wirklich alle Bands haben beim Soundcheck genau die gleichen Wörte
r gebracht, einfach zum kaputtlachen. und natürlich der Finger :-)) wir haben das ganze mal nachgestellt.

Nach dem ganzen gerocke haben wir die mysteriöse Übernachtungsmöglichkeit genutzt, die wir wahrscheinlich nicht mehr in Anspruch nehmen werden: Mädelsunterkunft, 3 männliche Securitys sitzen am Eingang, ich frag ob wir hier richtig sind, sie zeigen auf den Raum in dem noch Tische und Stühle stehen und auf einem Tisch das Catering für die Bands und Securitys aufgebaut ist und meinen wir könnten uns irgendwo hinlegen. hä??? interessant, oke, wir machen uns breit, ständig kommen noch Leute rein, man hört dass es auch Männer sind und keine Ahnung was alles, zum Glück kann man den Schlafsack bis auf e
in Mikroskopisches Luftloch zusammenziehen und irgendwann um halb 3 morgens mal einschlafen, spätestensum 8 müssen wir wieder draußen sein. Aber da diverse Wecker klingeln verpasst man die Zeit eh nicht. Wir machen uns auf den Weg und fahren nach Oberkirch zu Philipp und Desiree und genießen die schönen bunten Blätter an den Bäumen und unsere MP3 Musik. Zwischendurch machen wir noch Pause bei Möcki. Nach noch
ein bisschen Fahrt kommen wir bei Philipp und Desiree an und spazieren mit ihnen durch das schöne Oberkirch, danach dürfen wir bei ihnen essen und haben es ganz lustig, bei einem spannungsgeladenen Mensch ärgere dich nicht. Leider müssen wir ihre schöne Wohnung und ihre nette Gesellschaft bald wieder verlassen weil wir ja noch nach Hause fahren müssen. Trotzdem ein cooles Wochenende on the Road, mit viel Spass und ein paar neuen Insidern

Montag, 3. Oktober 2011

Loenies Rundbrief Nr. 1




Ready? Steady? Go! 1. Oktober 2011

So meine Lieben, hier kommt nun mein erster Rundbrief.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich mich von euch allen verabschiedet habe und trotzdem fühl ich mich hier schon so pudelwohl, als wäre ich schon laaaange hier.

Angefangen hat mein Abenteuer ja in Melbourne (das liegt in Australien ;-) Dort hab ich gemeinsam mit Shusha erst mal 2-3 Tage den Jetlag überwunden und dann die letzten zwei Tage noch richtig genossen. Wir hatten echt ne coole Zeit und trotz Jetlag konnten wir es genießen und die Tage nutzen, um uns an den Gedanken zu gewöhnen, dass wir nun ganz schön weit weg von zu Hause sind… Als wir nach unserem 20-Stunden-Flug (der sehr gut verlaufen ist!) früh morgens im Hostel ankamen, sind wir erst mal in ein kleines super schnuckliges Café - das mich mega an LUKES DINER bei Gilmoregirls erinnert hat – gegangen. So hat unsre Zeit dort gut angefangen…nachdem wir unseren Jetlag dann überwunden hatten, sind wir auch mal in die „richtige“ Stadt gefahren, wo wir uns dann auch auf den Skydeck-Tower (Aussichtsturm) getraut haben-das war echt cool J am letzten Tag wollten wir dann noch in den Botanischen Garten, wobei wir den länger ge-sucht als be-sucht haben^^ naja die 2 Stunden, die wir schlussendlich dort waren, waren echt schön und alles in allem hatten wir einige lustige Erlebnisse. Unter anderem hab ich versucht Pfandflaschen (auf dem Etikett stand etwas von 10 cent bei Rückgabe) im Supermarkt zurück zu geben. Meine Frage ob ich die Flaschen hier abgeben kann, hat den Mann an der Kasse etwas verwirrt und er fand es lustig, dass ich die zwei 1,5 Liter Flaschen wohl IM Supermarkt leergetrunken habe und hat mir doch prompt den vollen Preis dafür berechnet…tjaja so viel dazu

Der Flug nach Neuseeland hat dann auch wieder gut geklappt- wir hatten perfektes Wetter und konnten einiges vom Land sehen- AMAZING !! J Hier auf der Ranch angekommen, war ich erst mal ein bisschen confused und überwältigt von all den Eindrücken. Nach der ersten Nacht hab ich gleich voll mit arbeiten begonnen – streichen, spachteln, putzen, kochen... Am Abend lag ich dann erst mal heulend im Bett- whyever…es war einfach ein sehr anstrengender Tag. Tja ich dachte einfach „aaaaah ich will zu meiner Mama“ J aber zum Glück hat sich das ganz schnell geändert, als dann die meisten Colt-Students ankamen und wir viele Jobs zusammen machen konnten (das macht echt viiiieeel aus!!) und vor allem waren es dann auch nimma so „anstrengenden“ Arbeiten.

Diesen Montag ging der Kurs dann richtig los und wir haben erst mal ne ausführliche Einführung bekommen. Um euch ne Vorstellung zu geben, wie mein Tag abläuft erklär ich das mal ein bisschen: Am Morgen starten wir immer mit einer kurzen Andachtszeit und Lobpreis J und beprechen den Tag. Am (Vor-)Mittag sind dann entweder Schulklassen/Gruppen da oder wir machen einfach das, was so anfällt. Aber auch spezielle Aktivitäten stehen auf dem Plan. Am ersten Abend haben wir nen MEGA ULTRA HYPA GENIALEN „Glow-worm-Track“ gemacht. Ich sags euch- das war echt abenteuerlich und hat uns alle umgehauen. Wir hatten alle nen Klettergurt an und waren mit Schnüren aneinander gebunden, damit wir uns später im Stockdunkeln nicht verlieren und uns gegenseitig durch den seeeehr abenteuerlichen Weg helfen konnten. Es ging bergauf, bergab, durchs Wasser-sogar nen kleinen Wasserfall hoch! Und das alles im DUNKELN aber umgeben von TAUSENDEN Glühwürmchen. Das war einfach hammermäßig- man kann es gar nicht richtig beschreiben. In den nächsten Tagen haben wir die ganzen activities hier auf der Ranch ausprobiert. Wir sind am „climbing tower“ hochgeklettert, beim „flying fox“ über den Urwald gesaust und beim „Rope Swing“ von na Plattform gesprungen, um dann im „Tal“ auszuschaukeln…das klingt und ist auch alles sehr abenteuerlich und vor allem seeeehr cool und funny J Das finden auch die Schulklassen, die hier herkommen. Wir durften schon 2 Klassen betreuen- ich hab es geschafft, dass eine Lehrerin mitten im „flying fox“ hing- die Schüler hatten ihren Spaß und die Lehrerin hat gleich gesagt, dass es ihre eigene Schuld war, weil sie beim Landen nicht gerannt ist; was man eigentlich muss…also mit vereinten Kräften haben wir sie dann gerettet –das kommt schon auch mal vor dass jemand stecken bleibt, aber es war echt cool, dass es grad die Lehrerin war ;-)

Achja und vorgestern durften wir noch das kayaking ausprobieren, wobei 8 von 10 Leuten im Wasser gelandet sind- einschließlich mir ;-) naja es war ein bisschen kalt und ich hoffe ich mache in Zukunft bessere Erfahrungen mit diesem Sport…

Mein liebster Teil hier ist natürlich das Reiten- erst mal waren wir zwar ein bisschen enttäuscht, dass wir in der Regel nur eine Reitstunde pro Woche haben, aber inzwischen wissen wir, dass wir auch freitags beim Voltigieren und samstags bei den Ausritten dabei sein dürfen. Und zu alldem hat Hans (das ist hier der Ober-Chef) mir und Miri (ein Mädl das ich schon seeeeeehr liebgewonnen habe) auch alleine reiten dürften J jiiiiihaaaaaa….heute war ich bei den Treks dabei und durfte ein anderes „schwierigeres“ Pferd reiten als zuvor. Am Mittwoch bin ich noch Diamont geritten und heute die „kleine“ Nina, die ganz schön speedy drauf ist- aber meeeeeega cool und ne gute Herausforderung für mich- ich weiß zwar nicht, ob ich sie jetzt immer reiten kann, aber für heute hab ich es auf jeden fall mal enjoyed J

Ihr mekt ich misch immer wieder englische Wörter hier rein- zu dem Thema kann ich euch sagen, dass ich hier zwar fast mehr deutsch als englisch spreche, aber im Kurs reden wir schon wirklich englisch und mit den Kids natürlich auch- und das ist ok so denk ich J

Jetzt haben wir noch eine Woche Kurs und dann fangen hier die Camps an- während dem ersten werde ich sehr wahrscheinlich mit ein paar Mädls rumreisen und bei den anderen zwei Camps bin ich einmal als „Cabinleader“ also als Grupppenleiter eingeteilt und das andere Mal helf ich in der Küche-freu mich schon und bin gespannt, wie das wird…

Soooo…das war jetzt ganz schön viel und ich hoffe ihr seid jetzt nicht erschlagen, aber das waren mal so die Dinge, die mir spontan in den Sinn kamen J

Ihr dürft mir seeeeehr gerne auch immer wieder e-mails schreiben; ich freu mich auf jeden fall, wenn ich merke, dass ich nicht „aus den Augen aus dem Sinn“ bin- nur nehmt es mir nicht übel, wenn ich nicht immer gleich oder auch mal nur ganz knapp angebunden zurück schreibe. Ich muss für die Internetnutzung hier zahlen- zwar nicht viel aber manchmal fehlt auch einfach die Zeit- hier ist immer einiges los und viel zu tun. Am Wochenende habe ich frei (das ist seeeehr genial), also wenn ihr mal skypen oder telefonieren wollt, wäre das zum Beispiel am ehesten am Wochenende möglich (im Moment sind wir euch 11 Stunden voraus- wenn ihr dann die Uhr umstellt sind es 12). Ich schreib euch unten mal noch alle nützlichen Kontaktdaten auf und hoffe ab und zu von euch zu hören ;-)

So see you - das ist einfach die Abschiedsfloskel schlechthin hier J

Eure Alena

Wanna stay in touch?!

E-Mail: alena.gertz@googlemail.com

Skype: piggeldyundfrederick

Handy: deutsch: (im moment nicht wirklich in Gebrauch) 017638198613

neuseeländisch J: 0221378680 (wahrscheinlich braucht ihr die nz-vorwahl aber die weiß ich grad nicht ;-)

Ranch: Sonshine Ranch

Creightons

Papakura- New Zealand

www.sonshineranch.co.nz

Achja- wenn ihr noch jemanden wisst, dessen E-Mail Adresse ich nicht habe oder falls ich jemanden vergessen habe, dürft ihr mir das gerne mitteilen J